PLASTIKVERPACKUNGEN: WARUM WIR DRINGEND ALTERNATIVEN BRAUCHEN

PLASTIKVERPACKUNGEN: WARUM WIR DRINGEND ALTERNATIVEN BRAUCHEN

Plastik ist nicht nur einfach ein kostengünstiges Material mit vielen praktischen Eigenschaften. Dass es allgegenwärtig geworden ist, hat unmittelbare Folgen für uns alle, die uns zunehmend bewusster werden. Ob am Straßenrand, in den Weltmeeren oder sogar auf unserem Teller: Plastik ist inzwischen überall zu finden. Dabei könnten wir genau das verhindern.
 
Die riesigen Mengen Plastik, die produziert werden, stellen unseren Planeten und die Menschheit vor große Herausforderungen. Jedes Jahr werden auf unserer Erde ca. 400 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. Von diesen 400 Millionen Tonnen landen etwa 12,7 Millionen Tonnen im Meer.[1] Durch Strömungen sammelt sich das Plastik im Ozean und bildet dabei Plastikmüllhalden, fast so groß wie ganz Europa.  Die größte davon ist der sogenannte Great Pacific Garbage Patch.[2]
 
Man sollte meinen, dass unsere Gesellschaft langsam versteht, wie schlecht Plastik für unsere Umwelt ist! Trotzdem steigt die Menge an neu hergestelltem Plastik stetig weiter an. Zwischen 1950 und 2020 ist die Plastikproduktion von "nur" 1,5 Mio. Tonnen auf 367 Mio. Tonnen gestiegen. Dies entspricht einer jährlichen Steigerung von durchschnittlich 194,3%.[3] Deutschland ist in vielerlei Hinsicht ein sehr fortschrittliches Land – allerdings nicht, wenn es um den Plastikverbrauch geht. Hier ist Deutschland mit 39 Kilogramm Verpackungsmüll pro Einwohner einer der Spitzenreiter und liegt weit über dem Durchschnitt von 33 Kilogramm in Europa.[4]
 

Was für Auswirkungen hat Plastik auf unsere Gesundheit?

Forscher haben herausgefunden, dass wir mit jeder Mahlzeit rund hundert Plastikteilchen zu uns nehmen.[5] Dabei ist das nicht immer ungefährlich. Zahlreiche Studien haben sich bereits mit den Auswirkungen von Plastik auf den menschlichen Körper beschäftigt. Bei 90 % aller Menschen weltweit können heute schon Weichmacher wie BPA im Blut nachgewiesen werden, die im Verdacht stehen, sich auf die Entwicklung des Gehirns und der Fruchtbarkeit auszuwirken.[6] Auch die Auswirkungen von Kunststoffen wie Plastik auf den menschlichen Hormonhaushalt sind enorm. Kinder sind am stärksten betroffen: Bei ihnen konnte in einer Studie der höchste Anteil an Weichmachern im Blut nachgewiesen werden. [7] Bei einer weiteren Forschungsstudie wurden 2500 Kinder auf Plastikrückstände im Urin untersucht. Bei  97% der Kinder konnten 11 von den 15 analysierten Plastikinhaltsstoffen festgestellt werden.[8]
 

Wie sieht der Einfluss von Plastik auf die Tierwelt aus?

Nicht nur auf den Menschen, sondern auch auf andere Lebewesen hat Plastik große Auswirkungen. Tiere können Plastik nicht von ihrer gewohnten Nahrung unterscheiden. Bei Vögeln und anderen Tieren finden sich dadurch immer häufiger Plastikteilchen im Magen. Außerdem verheddern sich Meeresbewohner immer wieder in herumschwimmenden Plastikabfällen. Jedes Jahr sterben so über 135 Millionen Lebewesen, darunter allein eine Million Meeresvögel.[9] Dadurch, dass viele Fische im Verlauf ihres Lebens Mikroplastik zu sich nehmen, landen diese Plastikteile auch auf unserem Speiseplan.
 

Und wie sind die Auswirkungen auf die Umwelt?

Plastik hat nicht nur direkte Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen und Tieren, sondern trägt auch ganz erheblich zum Klimawandel und zur Erderwärmung bei. Von der Herstellung bis zur Entsorgung werden im Lebenszyklus von Plastik jährlich 1781 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen. Das entspricht in etwa dem CO2-Ausstoß von Energieversorgung und Landwirtschaft in Europa.[10] Hinzu kommen außerdem noch Methan und andere Treibhausgase, die in jeder Phase freigesetzt werden. Das beginnt, wenn die fossilen Rohstoffe gewonnen, raffiniert und in energieintensiven Verfahren verarbeitet werden, und endet, wo Kunststoffabfälle entsorgt oder verbrannt werden. All das hat enorme Auswirkungen auf die Klimaerwärmung – und trotzdem ist kein Ende in Sicht. Weltweit wird in keinem anderen Bereich eine so starke Zunahme an Ölverbrauch verzeichnet wie bei der Plastikherstellung.[11]
 

Du findest diese Fakten genauso schockierend wie wir?

Damit bist du nicht allein. Laut einer YouGov-Studie würden 72 % der Befragten beim Einkauf gerne auf Plastik verzichten und möchten möglichst wenig Plastikmüll verursachen[12]. Deswegen haben wir Paecco entwickelt: eine Verpackung, die aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen besteht, vollständig kompostierbar ist und komplett ohne Plastik auskommt. Mit jedem Kauf eines Paecco-Produktes hilfst du, den Plastikverbrauch zu reduzieren. Und nicht nur das: Du unterstützt auch unseren Kooperationspartner OEOO e. V. dabei, Plastik aus den Meeren zu fischen. Das macht uns sogar zu einem plastiknegativen Unternehmen! Du möchtest unsere plastikfreien Paecco-Nudeln einmal ausprobieren? In unserem Online-Shop kannst du ganz bequem deine Lieblingsnudeln zu dir liefern lassen.
 
[1] Vgl. www.wwf.de/themen-projekte/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-plastikmuell
[2] Vgl. Plastikatlas 2019 - Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff, S. 29
[3] Vgl. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/167099/umfrage/weltproduktion-von-kunststoff-seit-1950/
[4] Vgl. www.de.statista.com/statistik/daten/studie/786353/umfrage/plastikverpackungsabfall-in-ausgewaehlten-eu-laendern-je-einwohner/
[5] Vgl. www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0269749117344445?via%3Dihub
[6]  Vgl. http://koblenz.bund-rlp.de/fileadmin/koblenz/Plastik_AG/Artikel_Chaukina.pdf
[7]  Vgl. Plastikatlas 2019 – Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff, S. 16
[8] Vgl. www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/weichmacher-und-pfoa-fast-alle-kinder-mit-gesundheitskritischen-chemikalien-belastet-a-1286708.html
[9] Vgl. https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/muellkippemeer.html
[10] Vgl. Plastikatlas 2019 – Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff, S. 27
[11] Vgl. Plastikatlas 2019 – Daten und Fakten über eine Welt voller Kunststoff, S. 26
[12] Vgl. https://yougov.de/news/2019/04/12/grosse-mehrheit-der-verbraucher-achtet-auf-umweltf/
Titelbild Quelle: www.unsplash.com/photos/2St3S36Gu7w